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Über
50 Gewürze und Gewürzmischungen in verschiedenen
Körnungen bieten wir Ihnen in unserem Shop
an. Da das Schmecken online noch nicht machbar ist, versuchen
wir Ihnen hier mit Worten unsere Gewürze schmackhaft
zu machen.
Außerdem möchten
wir Ihnen zu jedem Gewürz einige Informationen über
die Herkunft und die Verwendungsmöglichkeiten an die
Hand geben. Allerdings sind hier nicht alle Gewürze
und Würzmischungen aufgeführt, die Sie in unserem
Shop finden - wir arbeiten daran!
Wählen Sie hier den Anfangsbuchstaben
des gesuchten Gewürzes aus:
| B | C | D
| K | M | O
| P | R | S
| T | V | Z
|
| B |
BASILIKUM (Küchenkraut)
Heimat: Indien. Heute aus: Europa
Familie: Lippenblütler
Die Pflanze: Die bis zu 40 cm große Pflanze spielt
in der italienischen und französischen Küche stets
eine große Rolle. Stiele und Blüten haben kühlend
würzigen Geschmack ein wenig nach Gewürznelke
und Minze, aromatischen Geruch.
Duftet stark, vor allem als frisches Küchenkraut. Nur
getrocknetes und gerebeltes Kraut (also als Gewürz)
kann man mitkochen. Frische gehackte Blätter (sie beinhalten
noch alle ätherischen Öle) sollte man über
die bereits fertigen Gerichte streuen!
Vorsicht! Frische Blättchen nie mit Messer fein hacken,
sondern per Hand vom Stiel abzupfen und evt. kleinzupfen.
Würdest Du sie fein hacken, würden die aromatischen
Öle verloren gehen und die Blättchen würden
sich schwarz verfärben u bitter munden!!!
Gesundheitlich: Beruhigt Magen- und Darmtrakt.
Verwendung für: Sämtliche
Tomatengerichte (sowieso zu Tomaten mit Mozarella), Tomaten-
und Fischsuppe, Pesto-Sauce, Gemüseeintöpfe, Fleisch
(Lamm, Hammel, Kalb, Faschiertes, Schweine-, Gänsebraten
sie alle werden dadurch leichter verdaulich), Huhn, Fisch
(gekocht, gebraten), Krabben, Hummer, Gurkensalat, Salatsaucenaucen,
Mayonnaisen, Eiergerichte, Nudeln, Pizzas, Kartoffeln, Melanzani,
Zucchini, Spinat, Kohl, Kohlarabi, Fisolen, Gurken, Käse-Toasts,
Gemüsesäfte, Pilze, Salate (Tomaten-, Gurkensalat)
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| C |
CAYENNEPFEFFER ( Spanischer
Pfeffer, Chillipfeffer ) Gewürz
Heimat: Südamerika; Heute aus: Pakistan, Afrika, Indien,
Rotchina
Dieses Gewürz ist kein Pfeffer, sondern eine tropische
Paprikasorte vom Cillistrauch. Die Chilli-Früchte sind
aber wesentlich kleiner, 1 - 3 cm, teuflisch scharf und
in der Farbe orange bis rot. Sie werden nach der Ernte getrocknet
und fein gemahlen. Cayenne-Pfeffer ist stets auch ein Bestandteil
des Currys sowie der Tabasco-Sauce. Der "Capsaicin-Gehalt"(=Schärfe)
der Cillischote ist 20 mal höher, als die der Paprikaschote,
daher regt Cayenne-Pfeffer den Speichelfluss im Munde bis
zum 20-fachen mehr an! Dadurch wirkt er appetitanregend
und verdauungsfördernd! (Auf der ehemaligen Sträflingsinsel
Cayenne vor der Guyanaküste Südamerikas wurde
dagegen nie Cayennepfeffer angebaut. Diese Insel lieferte
nur den Namen dieses Gewürzes). Desto heller der Cayennepfeffer
im Glase aussieht, desto schärfer schmeckt er! Der
Cayennepfeffer, in kleiner Dosierung, eignet sich für
Gerichte mit besonderer Schärfe: Benutzen Sie ihn für
fast alle Gerichte zusätzlich, welche Sie auch mit
"normalem schwarzem Pfeffer" würzen!
Verwendung
(als Cayennepfeffer, Cayenne-Paste oder Tabasco-Sauce) für:
Kartoffel-, Linsen-, Bohnen-, Gulasch-, Fischsuppen, Fischeintopf,
Fisch (gebraten, gegrillt), Salate (Bohnen-, Tomaten-, Paprika-,
Wurst-, Thunfisch-, Krabbensalate), Eiergerichte, Grillsaucen,
Fleisch (Steaks, Gulasch, Eintöpfe, Rinder-, Lamm-,
Wildschwein-, Schweinebraten, Bratwürste), gebratenes
Geflügel, Risotto, Brotaufstriche, stauben von Bratwürsteln.
Passt auch zu Gerichten der Lateinamerikanischen, spanischen,
indischen und chinesischen Küche hervorragend!
CHILLI (Chillipulver,
Gewürzpaprika) Gewürz
Heimat:
Mittelamerika, Südamerika;
Im Handel als:
Getrocknete Schoten (die darin enthaltenen Kerne sind am
schärfsten!), Pulver oder Saucen. Saucen werden in
der chinesischen Küche bevorzugt verwendet auch als
sehr scharfes "bei Tisch-Gewürz". Zu allem
was scharf werden soll. Jedoch gibt es auch hier je nach
Chilli-Sorte ganz scharfe bis harmlose!
CHILLI-FRISCHE:
Das schärfste
ist im Inneren verborgen, nämlich die Kerne mit den
Innen- Verbindungswänden. Schneiden Sie sie besser
weg! Desto kleiner der Chilli desto schärfer ist er!
GEWÜRZPAPRIKA:
In Ungarn werden
die dort angebauten Chillis so genannt. Großteil wird
verarbeitet in Rosenpaprikapulver (scharf) oder zu mildem
Paprikapulver.
Verwendung außerdem
für: Suppen (Tomaten-, Gemüse-, Fischsuppen),
Fleisch (Faschiertes, Gulasch, Ragouts, ), Huhn mit Reis,
Bohnen-, Gemüseeintopf, Seefisch (gedünstet, gebraten),
Saucen (Grill-, Fonduesaucen).
CURCUMAE
(Gelbwurz) Gewürz
Herkunft: Indien.
Ist der getrocknete Wurzelstock einer Ingwerpflanze; Der
Geruch ist ingwerähnlich, aber der Geschmack leicht
bitter und scharf. Die Farbe ist nicht wie beim Ingwer weiß,
sondern hellgelb bis gelbbraun. In Indien werden jährlich
ca. 100.000 Tonnen produziert, wobei auch der größte
Teil dort als Gewürz verwendet wird. In Europa selten
als Einzelgewürz verwendet, es ist jedoch ein Hauptbestandteil
des Currypulvers, das der Gelbwurzel dann seine Farbe verdankt.
Dieser gelbe Farbstoff ist sehr lichtempfindlich, so dass
Curcumae und Currypulver lichtgeschützt aufbewahrt
werden sollte). Durch das Kochen der Wurzeln wird der gelbe
Farbstoff frei, Curcuma erinnert im Geschmack und im Geruch
an Ingwer. Curcuma ist wichtiger Gewürz-Bestandteil
in Curry.
CURRYPULVER
Misch-Gewürz
Heimat: Indien
Seit Jahrtausenden bekannt, heute noch nach streng gehüteten
Rezepten hegestellt!
Indische Gewürzmischung, mit sehr vielen Variationen,
aus PAPRIKA, KURKUMA (Ingwerpflanze), sie hat die gelbe
Farbe, die die Speisen färbt), CURCUMAE, INGWER, CARDAMOM,
KORIANDER; KREUZKÜMMEL (KUMIN), KURKUMA, MUSKATBLÜTE,
MUSKATNUß, PIMENT, NELKEN, PFEFFER (CAYENNEPFEFFER),
ZIMT, BOCKSHORNKLEESAMEN, PAPRIKA, und noch anderen Gewürzen
(mind 12 oder mehr Gewürze)! Für jene gibt es
kein Standardrezept, da sie in jeder indischen Landschaft
anders zubereitet wird. (Curry kam im 18. Jhdt. durch die
Engländer nach Europa und wird heute speziell in englischsprachigen
Ländern geschätzt). Aufbewahrung des Gewürzes
sollte lichtgeschützt sein. Ist eine Mischung aus vielen
aromatischen Gewürzen. Je nach Mischung gibt es verschiedene
Curryarten. Curry ist nicht nur die Bezeichnung für
das Gewürz, sondern auch für die fertige, mit
Currypulver gewürzten Speisen (z.B. Fischcurry, Geflügelcurry...);
Currypulver schmeckt harmonisch-aromatisch, aber es gibt
auch scharfe Curry-Kreationen. Diese passen zu: Lamm- u.
Kalbfleisch, Reis, Geflügel, Ragouts, Faschiertem,
Fisch, Krabben, Langusten, Muscheln, Tomaten, Paprikaschoten,
Erbsen, Linsen, Eiergerichte, Saucen, sowie zu Reisgerichten
mit Obst (Ananas, Banane, Mango, Mandarine, Pfirsich), Nüssen
(Mandeln, Kokosnuss, Erdnüsse);
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|
| D |
DILL (Gurkenkraut)
Küchenkraut
Heimat: Indien; Heute überall;
Pflanze, mit dem Kümmel verwandt, wird bis 1,20 m hoch.
Beiderseits des Dillkorns bildet sich ein pergamentartiges
Häutchen. Frisches, leicht herbes Aroma. Im Handel:
Frisch, tiefgefroren od. getrocknet (nur Dillspitzen, ganze
Pflanze, getrocknetes Dillkraut). Getrocknetes Dillkraut
sollte man vor der Verwendung in frisches Wasser legen.
Heilkunde: Es wirkt drüsenanregend. Kochtips: Dill
höchstens im Fisch- oder Krebssud mitkochen, sonst
nur mitziehen (!) lassen, od. erst in die fertige Speise
streuen!
Verwendung der Dille am besten stets frisch zu: Salate
(Grüne Blattsalate, Gurken-, Tomaten-, Kartoffel-,
Wurstsalate), Salatsaucen, hellen Saucen (zu Geflügel
und Fisch), Gurken-, Krautgerichte, Fischen (Aal, Graved-Lachs,
Hering etc.), Krustentieren (Krabben, Krebse), Eiern, in
Topfen, Remouladen, Kräuterbutter, Saucen (Dill-, Gemüse-,
Pilze-, Bohnen-, Erbsen-, Gurkensaucen)
| NACH OBEN |
| K |
KNOBLAUCH Küchenkraut
Heimat: Zentralasien; Heute aus: Orient, Südeuropa;
Zwiebelgewächs; Knoblauch riecht beißend scharf
und mundet brennend würzig. Seine ätherischen
Öle enthalten neben pflanzlichem Jod so viele wertvolle
Substanzen, dass Knoblauch seit Jahrtausenden nicht nur
als Würz-, sondern auch als Heilpflanze anerkannt ist!
Medizinisch: Blutdrucksenkend, desinfizierend, Verdauungsorgane
u. Durchblutung wird anregt. Knoblauch wird durch die Haut
teilweise ausgedünstet, daher vor Rendezvous am Vortag
Knoblauch-Gerichte nur in kleinen Mengen verspeisen! Das
beste Mittel gegen Knoblauchgeruch nach dessen Verzehr ist
2 - 3 Zweiglein frische Petersilie kauen. Im Handel: Frisch
als Knolle ganzjährig in div. Sorten (aus div. Anbauländer),
eingelegt in Öl, getrocknet od. granuliert.
KÜMMEL (Europ.) Gewürz
Spaltfrucht; Samengewürz;
Ältestes europäisches Würzmittel, fand
schon in der Steinzeit Verwendung! Die Kümmelpflanze
kommt sowohl wild als auch kultiviert in ganz Europa vor.
Sie wird 70 - 100 cm hoch, hat eine zwei jährige Anbauzeit,
wird in großen Feldern angebaut und wie Getreide abgeerntet.
Schmeckt herzhaft, leicht herb un dentfaltet sein starkes,
ätherisches Öl voll und ganz, wenn man ihn erst
kurz vor der Beigabe zu jedem jeweiligen Gericht zerstößt!
Im Handel: Ganz od. gemahlen.
Medizinisch: Er wirkt regulierend auf Magen und
Darm (macht schwere Speisen bekömmlicher), harntreibend,
hat krampflösende, appetitanregende Wirkung hat der
Kümmel in der Medizin Bedeutung sowie in der Spirituosenindustrie.
Zu viel Kümmel in Saucen verursacht bitteren Geschmack!
Behutsam verwenden.
Verwendung für: Brot und Gebäck, Wurst,
Käse, Topfen, Suppen (Kartoffel-, Pilzsuppe), Gemüse
(Kraut, Kohl, rote Rüben, Kartoffeln, Tomaten), Eintöpfe,
Salate (Wurst-, Käse-, Kraut-, Tomaten-, Rote Rüben
Salate), Saucen, Kartoffelgerichten, Fleisch (Gulasch, Schwein,
Lamm, Hammel, Faschiertes), Fisch (Thunfisch, gekochter
Fisch), Langusten, Krebse, Quark, Likör, Schnaps.
Kreuzkümmel
schmeckt angenehm frisch, scharf
aromatisch, ganz entfernt dem Kümmel ähnlich.
Er gehört zu den Gewürzen der indonesischen Reistafel
und ist Bestandteil vieler Curry-Mischungen und vieler indischer
Chutneys, zum Beispiel des Mangochutneys. Außerdem
kommt er an deftige Fleischgerichte der arabischen und der
lateinamerikanischen Küche, z.B. an das mexikanische
Chili con Carne. In den Niederlanden und in Dänemark
gibt man ihn auch manchmal in Käse. Kreuzkümmel
ist ein ausgesprochenes Mischgewürz, das zu allen anderen
exotischen Gewürzen passt. Sparsam verwenden!
| NACH
OBEN |
| M |
MUSKATNUSS Gewürz
Heimat: Molukken; Heute aus: Westindien Südafrika;
Lorbeergewächs; Der max. 15 m hohe Baum trägt
Marillen ähnliche Früchte, deren Fruchtkern die
Muskatnuss ist! Der orangerote Samenmantel ist das >Macis<,
die Muskatblüte! Die reifen aufgeplatzten Früchte
werden händisch gepflückt, vom Fruchtfleischmantel
(Abfall) und vom Samenmantel (Muskatblüte) befreit,
mehrere Wochen getrocknet, bis der Kern in der Schale klappert.
Schalen werden aufgeschlagen, Muskatnusskerne nach Größe
sortiert, nachgetrocknet. Muskatnuss ist schärfer im
Geschmack als Muskatblüte. Dunkle Nüsse sind naturbelassen,
weiße dagegen >gelackt<, um sie vor Ungeziefer
zu schützen!
Im Handel: Ganze würzige Nuss zum selber reiben
(empfohlen!), oder gemahlen.
Muskatnuss ist gesund für die Verdauung! Jedoch ein
zu viel davon für den Menschen ist schädlich.
Denn würde man 15g Muskatnusspulver verzehren, treten
schwere Vergiftungserscheinungen auf!
Verwendung für: Gemüsegerichte (Karfiol,
Karotten, Porree, Spinat, Erben, Schwarzwurzeln, Kohlsprosserl,
Grünkohl, Kartoffelpüree), salzige Reis- und Nudelgerichte,
Suppen (Fleisch-, Pilzcreme-, Geflügelbrühen),
helle Saucen, Fleisch (Schwein, Hammel, Kalb, Faschiertes,
Wurst), gekochtes Geflügel, Salate (Spargel-, Bohnen-,
Kartoffel-, Käsesalat), Saucen (helle Käse- und
Kräutersaucen, Hollandaise), Eierstich, Eierspeise,
Desserts, Kartoffelgerichte, Grießnockerl;
| NACH OBEN |
| O |
OREGANO (Orignao, Dost) Küchenkraut
Herkunft: Mittelmeerländer;
Ist die wilde Form des Majoran! Wächst wild auf Böschungen
u. Waldrändern. Durch den hohen Gehalt an Gerb- und
Bitterstoffen ist der Geschmack und Geruch angenehm würzig
bis scharf bitter liegt zwischen Majoran und Thymian. Oregano
schmeckt etwas schärfer als Majoran. (In Italien als
typisches Pizzagewürz, in Mexico und USA wird es mit
Chilli gemahlen zu Chillipowder vermischt).
Im Handel: Getrocknet oder gerebelt, frisch nur
selten.
Medizinisch: Appetitanregend, magenfreundlich, verdauungsfördernd.
Kochtip: Getrockneter Oregano vor Verwendung zwischen
den Handflächen stets etwas zerreiben, damit er optimal
sein Aroma beim Kochen oder Backen entfalten kann! Beliebt
in der italienischen Küche.
Verwendung für: Pizza, Pasta (Nudeln) mit Saucen,
Gemüsegerichte (Melanzani, Bohnen, Erbsen, Tomaten,
Zucchinisalat), Suppen (Fleisch-, Kartoffel-, Tomaten, Bohnen,
Erbsen-, Linsensuppe), Salate (Gemischter-, Tomaten-, Bohnensalat),
Saucen (Tomaten-, Kräuter-, Salatsaucen), Fleisch (Osso
bucco (Stelze), Gulasch, Chilli con carne, Kalbs-, Schweinebraten),
Wildgeflügel, Geflügelfüllungen, Käse,
Fisch, Muscheln
| NACH OBEN |
| P |
PAPRIKA Gewürzpaprikapulver
Heimat: Südamerika; Heute aus: Balkan u. Mittelmeerländern
Für Gewürzpaprika wird meist die kegelförmige,
längliche Paprikaschote kultiviert, in den Sorten süß
und scharf. Die reifen Gewürzpaprikaschoten werden
gewaschen, geschnitten, vom Stängel und einem Teil
des Samens befreit, getrocknet und schonend vermahlen.
EDELSÜSS: (Mit etwas höheren Samenanteil) Fruchtiges
Paprikaaroma u. gute Farbgebung. SCHARFER ( ROSEN-PAPRIKA):
Stammt von Pfefferoni ähnlichen Paprikapflanze mit
allen Samenteilen. Die Adern u. Samen der Schoten enthalten
das brennende >Capsaicin<. Je mehr Adern und Samenkörner
also mit den getrockneten Schoten gemahlen werden, um so
schärfer das Paprikaprodukt.
Kochtip: Paprikagewürz nie in siedendes Fett
geben und mitbraten, weil sonst der im Paprika enthaltene
Zucker karamellisiert und so ein bitteres Aroma entsteht!
Außerdem verliert er an Farbe und Würzkraft!
Darum vor der Zugabe die Hitze reduzieren, oder sofort mit
Flüssigkeit ablöschen. Daher am besten erst kurz
vor Ende der Garzeit mit Paprikapulver würzen (so wie´s
die Ungarn machen). Das Mitkochen in Speisen hingegen ist
gestattet!
Verwendung für: Suppen (Gulasch-, Fisch-, Gemüsesuppe),
Saucen (Braten-, Tomatensauce), Salate (Fleisch-, Wurst-,
Geflügel-, Reis-, Tomaten-, Kartoffelsalat), gebratener
Fisch, Fischgulasch, Fleisch (Schweinebraten, Kalb, Lamm,
Schaf, Gulasch, Paprikaschnitzel, Letscho, Reisfleisch),
gebratenes Geflügel, Wildgerichte, Wildgeflügel,
Gemüse, Mayonnaise, Topfen, Spiegelei, Eierspeise,
Käsegerichte.
PFEFFER (schwarzer, weißer,
grüner) Gewürz
Heimat: Ostindien
Beerengewürz; Die max. 15m hohe Kletterpflanze des
Pfefferstrauches liefert weißen, schwarzen od. grünen
Pfeffer, alle vom selben Strauch. Nur der Erntezeitpunkt
variiert: Grüne (unreife) Beeren werden unter anderem
in Salzlake oder Essig eingelegt und als grüner Pfeffer
verkauft. Diese Körner sind nicht hart, sondern zerbeissbar!
Oder sie werden getrocknet, wodurch sie schwarzbraun und
runzelig werden und sind im Handel als schwarzer Pfeffer.
Für weißen Pfeffer lässt man die ribiselartigen
Beeren rot ausreifen, dann wird die überreife Fruchtschale
durch waschen und trocknen entfernt. Darum sind diese Körner
kleiner und glatter. Er ist reifer, geschält und gebleicht,
daher milder im Geschmack.
GRÜNER PFEFFER: (Eingelegt, bleibt immer ungemahlen
od. getrocknet) verwende zu: Suppen (Tomaten-, Geflügelsuppe),
Paprikaeintopf, Saucen (Vinaigretten, helle Saucen), Fisch
(gegrillter), Fleisch (Steaks, kurzgebratenes, Pasteten,
Fleischfüllungen), Wildgerichte, pikante Salate, Tatar,
Eiergerichte, Topfen, Pfefferbutter, Omelett, Käse,
pikante Desserts
WEISSER PFEFFER: (Er ist milder, Körner getrocknet)
nehmen Sie ihn zu Speisen, in denen "schwarze Pünktchen"
unschön wirken. Passt zu: Hellem Fleisch, Saucen (Salat-,
Käse-, Fondue-, weiße Saucen), Suppen (klare
u gebundene helle Suppen), feinem Gemüse (Bohnen, Kohl,
Karotten), Fisch (gekochter), Aufläufe, Huhn, Geflügel,
Nudelgerichte, Risotto, Salzgebäck, Pfeffernüsse
SCHWARZER PFEFFER: (Er ist scharf, Körner getrocknet):
Passt kurz gefaßt frisch gemahlen zu fast allen Gerichten,
ausgenommen Süßspeisen.
| NACH OBEN |
| R |
ROSMARIEN Küchenkraut
Herkunft: Südeuropa
Wurde schon im Altertum als Droge u. Weihrauch benutzt.
Ein immergrüner, verzweigter, buschuger Zwergstrauch,
bis 1,5m hoch, mit schuppiger, borkiger Rinde. Jungtriebe
vierkantig, weich behaart. Blühzeit: März - Juni,
Blüten im ob. Teil blau, violett oder weiß. Geerntet
u. getrocknet sehen sie Tannenzweigleins ähnlich. Getrocknete
Blätter haben scharf-bitteren Geschmack, enthalten
ätherische Öle, Kampfer, Rosmariensäure,
Harze Gerb- u. Bitterstoffe. Kochtip: Als GEWÜRZ werden
nur die Triebspitzen, welche den Tannennadeln ähneln,
verwendet. Als KÜCHENKRAUT (frisch) wird das komplette
Zweiglein verwendet.
Verwendung zu: Pizza, Tomatensaucen, Suppen (Minestrone,
Tomaten-, Kartoffel-, Pilzsuppe), Salate (Käse-, Tomaten-,
ital. Salate), Gemüse (Zucchini, Melanzani, Pilze),
Fisch (gebraten), Krabben, Fleisch ( Grilladen, Rind-, Kalb-,
Wild-, Lamm-, Kaninchen-, Schweinebraten, Stelzen, Wurst),
Geflügel, Wild- und Fleischmarinaden, Wild-, Fischsud,
Kartoffelgerichte, Kräuteressig, Saucen.
| NACH OBEN |
| S |
SAFRAN Gewürz
Besten Sorten aus: Spanien, weitere aus: Griechenland, Persien.
Teuerstes Gewürz! Safran sind getrocknete Blütennarben
einer Krokuspflanze, welche zum Würzen u. Färben
verwendet wird. Aus der im Frühjahr blühenden
Krokuspflanze werden die Narbenschenkel gepflückt und
getrocknet. Beim elegierten Safran sind die Griffel der
Blütennarben entfernt, im Gegensatz zum naturellen
Safran. Für 1 kg getrocknete Ware benötigt man
100.000 händisch gepflückte Blütennarben.
Starke Farbkraft, daß bei einer Verdünnung von
1 : 200.000 das Safrangelb noch immer überaus deutlich
erkennbar ist. Es reichen ca. 5 Safranfäden, um dem
Gericht optimale Farbe zu verleihen! Geschmack u. Geruch
sehr kräftig u. würzig, leicht bitter. Lichtgeschützt
aufbewahren, sparsam dosieren.
KOCHTIPS: Gebrauchen
Sie Safran vorrangig (so wie Kurkuma) zum dekorativen gelb
einfärben von Speisen. Vor Verwendung Safran mit einem
Mörser zerstossen, sodann in Flüssigkeit ( Fett,
Suppe, Wein, Milch etc.) auflösen, dann erst den Speisen
beigeben! Verwendung für: Paella, Risotto, Bouillabaisse,
Pilaf, Suppen (Fleisch-, Geflügel-, Fischsuppe), Salate
(Reis-, Fisch-, Exotische Salate), Gemüse (Spargel,
Tomaten), Fisch (gekocht), Fischsaucen, Fleisch (Hammel-,
Lamm-, Schaffleischspez.), Geflügelgerichte, Desserts
(Pudding, Cremen, Grießbrei, süßer Reis),
sowie zum Gelbfärben von Saucen und Backwerk.
| NACH OBEN |
| T |
THYMIAN (Römischer oder
wälischer Quendel) Küchenkraut
Herkunft: Südeuropa
Thymian ist mit Majoran und Oregano verwandt. Das wildwachsende
Strauchgewächs blüht rosalila und hat an den holzigen
Stielen kleine, kräftige Blätter, die frisch und
getrocknet aromatisch duften, leicht pfeffrig schmecken.
Angenehm würzigen bis beißenden aromatischen
Geruch. Verwendbar sind die Blätter sowie Blüten.
Man kann Thymian, sparsam dosiert, in Speisen mitkochen!
Bei diesem Küchenkraut ist das Verhältnis zum
Gewürz anders: Frischer Thymian besitz 3 mal weniger
Würzkraft als getrockneter!!! Beliebt in italenischer
Küche. Heilkunde: Wirkt heilend bei Mund- und
Racheninfekten.
Verwendung zu: Lamm- und Schweinefleisch, Geflügel-
und Wildragouts, Tomaten, Pizzas, Wurst, Kräutermarinaden,
Kartoffel- und Gemüsesuppen, Eintopfgerichte, Kartoffel-
und Pilzspeisen, Faschierten, Rinderbraten, Leberknödel.
| NACH OBEN |
| V |
VANILLE und VANILLIN Schotengewürz
Heimat: Südamerika; Heute aus: Amerika, Reunion,
Madagaskar, Tahiti, Mexico
Vanille sind die fast ausgewachsenen, unreifen, weiterbehandelten
Kapselfrüchte einer Kletterorchidee, mit bis zu 10
m lange und 2 - 3 cm dicke Lianen. Die Pflanze rankt sich
an Pfählen oder Bäumen empor, wobei sie zwischen
5 und 10 Jahr ihre max. 20cm langen Vanilleschoten trägt.
Die grünen Schoten werden kurz vor der Reife geerntet
u. fermentiert (überbrüht, in Tücher gewickelt
u. in die Sonne gelegt), wodurch sie ihre braunschwarze
Farbe bekommen u. ihren Duft entfalten. Die Schoten verdanken
ihr Aroma dem Vanillin, das sich auch chemisch herstellen
lässt (z. B. aus Gewürznelkenöl)! Doch kann
die echte Vanille auf Grund ihres feinen Aromas ihren Platz
behaupten.
Vanille-Kochtip: Bei besonders feinen Speisen kratzt
man das Fruchtmark der Schote heraus und verwendet dieses
als Gewürz. Sie können auch die ausgekratzte Schote
zusätzlich mitkochen lassen. Danach nicht wegwerfen
sondern: Werden die ausgekochten oder ausgeschabten Schoten
in einem luftdichten Gefäß zusammen mit Zucker
aufbewahrt, so erhalten Sie Vanillezucker! Fertig gekaufter
Vanillezucker ist nur echt (natur), wenn er kleine schwarze
Pünktchen aufweist! Hochwertige Schoten müssen
geschmeidig u. mit Vanillekristallen überzogen sein.
Vanille und Vanillin immer luftdicht und trocken aufbewahren,
denn es ist Fremdgeruchsanziehend.
Für feineren Geschmack verwenden Sie es zu: Süßspeisen
(Pudding, süße Saucen, Reis-, Joghurt- und Topfendesserts,
Schaumspeisen, Aufläufen), Kompotte, Getränke
(Kakao, Schokolade, Milchmixgetränke, Mehlspeisen,
Schlagobers, Eis, Bonbons und Konfekt.
| NACH OBEN |
| Z |
ZIMT Gewürz
Heimat: Ceylon, Java. Heute aus: China, Indonesien;
Rindengewürz vom Zimtlorbeerbaum, bzw. Strauch. Bei
der Gewinnung wird der Baum (Strauch) gefällt, die
Rinde in Streifen abgezogen u getrocknet. Aus der Rinde
eines 6 - 12 jährigen Zimtbaumes werden die kräftigen,
süßlich scharfen Sorten Cassia Lignea (China),
Cassia Vera und Corintji (Indonesien) gewonnen und kommen
fast ausschließlich als Mehlware in den Handel. Das
feinere, zitronenartig riechende und sehr dünne Ceylon-Canehl
wird aus ein bis zweijährigen Trieben eines Zimtstrauches
auf Srilanka gewonnen. Seit dem Altertum bekannt als Gewürz,
Arznei, Parfüm, Räucherwerk.
Verwendung: Süßen Reisspeisen, Grießbrei,
süße Saucen u. Suppen, Obstkompotte, Pudding,
Marmeladen, Getränken (Glühwein, Punsch, Kakao,
Milchmixgetränke, Kaffee, Tee), Gemüse (Rotkraut,
Kürbis, Gurken), Weihnachtsbäckerei (Zimtsterne),
Torten, Obstsalate, Zimtzucker.
ZWIEBEL Gewürz
Heimat: Orient, Balkan, Europa;
Im Handel: Frisch als Gemüse (hat die größte
Würzkraft), oder getrocknet und granuliert als Zwiebelgewürz.
Verwendung zu fast allen Gerichten
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